Nachhaltige Landwirtschaft: SPD will in Niedersachsen regionale und direkte Vermarktung unterstützen und fördern

Nachhaltige Landwirtschaft bedeutet für mich, auf eine gesunde und artgerechte Tierhaltung, umweltschonende Anbaumethoden sowie saisonale heimische Produkte zu setzen. Dabei sollten die Landwirte in Niedersachsen unterstützt werden.

Der regionale Anbau und Verkauf von Landwirtschaftserzeugnissen wird teilweise schon heute praktiziert und bietet zahlreiche Vorteile. Da ist zum einen die Ökobilanz: Weite Anfahrwege und aufwendige Verpackungen fallen weg, unsere Umwelt freut sich. Wir Verbraucher profitieren ebenfalls: Die Produkte lassen sich problemlos rückverfolgen, der Anbau meist sogar vor Ort besichtigen. Die Verfügbarkeit von unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten je nach Jahreszeit setzt Sorten auf den Speiseplan, die wir vielleicht noch gar nicht kannten – eine Bereicherung für unsere Küche. Außerdem kann die regionale Erzeugung die Versorgung in dünnbesiedelten ländlichen Räumen verbessern. Und auch für die Landwirte ist der regionale Verkauf von Vorteil – und zwar genau dann, wenn sie ihre Produkte direkt selbstvermarkten können. Wenn der Landwirt mit dem Einzelhandel vor Ort direkt kooperiert, kann er besser kalkulieren und flexibler auf Ernteschwankungen reagieren. So macht er sich gleichzeitig mittelfristig von staatlichen Subventionen unabhängig und seinen Betrieb wirtschaftlich standfest. Insbesondere kleinen und mittleren Betrieben kommt dieses Modell entgegen.

All diese Faktoren greift unser Antrag zur regionalen und direkten Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte auf, den wir heute in den Landtag eingebracht haben. In den letzten 17 Jahren haben über 27.000 landwirtschaftliche Betriebe in Niedersachsen aufgegeben, kleine und mittlere Betriebe hat es besonders hart getroffen. Die Entwicklung sollte aber wieder in die entgegengesetzte Richtung und damit hin zu mehr Nachhaltigkeit gehen: Die Maßnahmen zum Absatz regionaler Produkte sollen verstärkt und Erzeuger bei der Direktvermarktung sowie in rechtlichen Fragen beraten werden. Die Kooperation zwischen Landwirten und Einzelhandel wird so erleichtert. Der Zusammenschluss von regionalen Liefergemeinschaften und Netzwerken soll unterstützt und bürokratische Hürden abgebaut werden. Darüber hinaus müssen die bestehenden Kanäle zur digitalen Direktvermarktung besser genutzt und das volle Potenzial der „Service vom Hof“-App ausgelotet werden.

Die SPD hat hier den Anfang gemacht. Nach einer ersten Diskussion im Landtag werden die Fachleute im Ausschuss beraten und sinnvolle Ergänzungen aufnehmen, damit das Landwirtschaftsministerium am Ende ein effektives Maßnahmenpaket schnüren kann.

Übrigens: Meine Erdbeeren und Kartoffeln stammen vom Bauernhof um die Ecke – und weil ich meist keine Zeit habe, sie direkt beim Hofladen zu kaufen, kaufe ich sie im örtlichen Supermarkt: Eine tolle Lösung, die funktioniert!

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