Besuch des Fraunhofer-Institut für Holzforschung – Wie anwendungsbezogene Forschung die Welt verändert

Besuch im WKI

Braunschweig gehört zu den forschungsintensivsten Regionen in Deutschland. Das Wilhelm-Klauditz-Institut ist eins von vielen Einrichtungen, die mit ihrer Forschung die Welt verändern. Das Institut mit Sitz in Braunschweig wurde 1946 von Dr. Wilhelm Klauditz gegründet und gehört seit 1972 zur Fraunhofer-Gesellschaft. Es ist eine der bedeutendsten Forschungseinrichtungen für angewandte Holzforschung in Europa. Das Institut arbeitet eng mit den Unternehmen der Holz- und Möbelwirtschaft, sowie der Zulieferindustrie zusammen. Sehr viele Verfahren und Werkstoffe, die aus der Forschungstätigkeit des Instituts hervorgehen, werden dabei industriell genutzt.

Ich hatte in der Vergangenheit bislang wenig Gelegenheiten, mich mit dem Wissenschaftsbereich der Holzforschung zu beschäftigen. Was ich jedoch im ersten Moment sehen konnte, waren Forschungsansätze, die auf maximale Anwendungsorientierung ausgelegt waren.  Hierbei hatte ich die Gelegenheit die Vorteile neuer Technologien, wie beispielsweise einer Holzbeschichtung, die schnelleres abbrennen verhindert, live zu erleben. Diese Vorteile sind nicht nur ein Mehrwert für die Wirtschaft. Am Beispiel der Holzbeschichtung wurde mir schnell klar, dass Innovationen in diesem Bereich sogar Menschenleben retten können. Forschung, so das Motto des WKI, ist kein Selbstzweck, sondern folgt der Frage, was man verbessern kann. Hochinnovative anwendungs- und marktorientierte Forschung ist dabei das Ziel.

Nach einem gemeinsamen Mittagsessen mit dem Leiter des Instituts Herrn Prof. Bohumil Kasal in der hauseigenen Kantine, haben wir uns über die Herausforderungen von Forschungsinstitutionen ausgetauscht. Hierbei ist insbesondere die Finanzierung des „Overheads“ – also der Fixkosten, wie Personal- oder Finanzabteilung eines Instituts – eine Herausforderung, da diese Kosten in den öffentlichen Fördergeldern nicht mitberücksichtigt werden und Institutionen so immer auf zusätzliche Gelder angewiesen sind. Ich habe mir die Anregungen von Herrn Prof. Kasal zu Herzen genommen und werde diese Problematik bei nächster Gelegenheit auch mit nach Hannover nehmen.

Aktuelle und zukünftige Fragestellungen nachwachsender Rohstoffe und sozioökonomische sowie ökologische Herausforderungen sind Themenfelder, die zukunftsgerichtet sind. Als Braunschweigerin bin ich stolz, dass wir in unserer Region ein weltweit erfolgreich agierendes Forschungsinstitut beheimaten, das sich diesen Zukunftsfragen stellt.

 

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