Vom Braunkohl und seinen Bekannten

Die Braunschweiger und ihr Kohl. Kaum ein Thema wird zu Beginn des Jahres in Braunschweig hitziger diskutiert als die Frage: Warum heißt der Braunkohl in Braunschweig Braunkohl und nicht Grünkohl? Auch ich musste mich dieser Frage stellen als ich anfing meine erste Braunkohlwanderung zu organisieren.

Schütze trifft BRAUNKOHLFREUNDE. Kann ich das sagen? Wir leben in Zeiten, in denen Menschen auf Bäumen leben, damit diese nicht für den Braunkohlebergbau gefällt werden. Zeiten, in denen Schülerinnen und Schüler jeden Freitag die Schule sausen lassen, um auf Deutschlands Straßen für Klimaschutz zu kämpfen. Auch ich kämpfe in der Politik für einen besseren Klimaschutz. Die Zukunft unserer Erde liegt mir persönlich am Herzen. Keinesfalls möchte ich den Eindruck entstehen lassen, ich sei ein BRAUNKOHLeFREUND. Also überlege ich, ob ich dieses Jahr zur „Grünkohlwanderung“ einlade. Nein, das geht nicht! Nicht in Braunschweig. In Braunschweig sagt man Braunkohl! Oder etwa nicht?

Ich stöbere im Internet nach Informationen und finde folgendes heraus: Eine der ersten kultivierten Kohlsorten war der Langkohl. Dessen Blätter färbten sich bräunlich-violett, weshalb er als Braunkohl bezeichnet wurde. Der Langkohl wuchs etwa mannshoch. Die unteren Blätter wurden als Viehfutter verwendet. Die oberen Röschen wurden für den menschlichen Verzehr gedacht. Als das Vieh im 20. Jahrhundert aus den Städten verschwand, wurde der Langkohl durch den schnellwachsenden Grünkohl ersetzt. Die Erinnerung an den Langkohl lebt jedoch im Namen Braunkohl fort. In Braunschweig wird der Braunkohl traditionell mit Bregenwurst nach einer langen Winterwanderung serviert. (Quelle: www.braunschweig.de)

Typisch Braunschweig, denke ich mir. Wir halten fest an unseren Traditionen! Schütze trifft Braunkohlfreunde, wen auch sonst?

 

Hier ein paar Eindrücke meiner Braunkohlwanderung im Februar.