Vorfahrt für den Radwegebau – Schütze: „Fahrradmobilität darf nicht an der Finanzierung scheitern“

Die Landesregierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die bürokratischen Hürden bei der Zusammenarbeit von Bund, Land und Kommune beim Bau neuer Radwege zu reduzieren, den ländlichen Raum durch Schließung von Lücken im Radverkehrsnetz zu stärken und eine bessere Verbindung von Rad- und öffentlichem Nahverkehr durchzusetzen. Zu diesem Zweck soll die dauerhafte Erhöhung von Mitteln für Neu- und Ausbau der Fahrradwege geprüft werden. „Das Fahrrad ist heute sowohl in der Stadt als auch im ländlichen Raum ein unverzichtbares Fortbewegungsmittel,“ so Annette Schütze. „Nur wenn Lücken im Radwegenetz geschlossen und bestehende Wege zeitnah instand gesetzt werden, kann das Ziel, den Anteil an Fahrradfahrern zu erhöhen, umgesetzt werden,“ betont Schütze.

Der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen liegt in Niedersachsen zur Zeit bei 15%. Es ist der erklärte Wille der Landesregierung, die Anzahl an Fahrradfahrern deutlich zu erhöhen. Diesem Ziel wird durch die Entwicklung eines Radwegebaubeschleunigungskonzepts politisches  Gewicht verliehen. Bisher sind jedoch nur 44% der Landstraßen in Niedersachsen mit einem Radweg ausgestattet. „Wie der tragische Unfall auf dem Streckenabschnitt der Landesstraße zwischen Groß Gleidingen und Timmerlah im vergangenen Januar einmal mehr gezeigt hat, ist der Ausbau von Radwegen in unserer Gegend von zentraler Bedeutung und Dringlichkeit,“ gibt Schütze zu bedenken. „Ein reaktiv gestaltetes Beschleunigungskonzept, dass an den Bedarf angepasst werden kann, ist einer starren Prioritätenliste deutlich vorzuziehen,“ resümiert Schütze.

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