30 000 Unterschriften für die Pflege – Schütze: „Menschenwürde ist keine Verhandlungsmasse“

Am Dienstag durfte Annette Schütze die Unterschriften von rund 30 000 Menschen aus dem Raum Harz und Heide entgegennehmen, die sich für eine bessere Pflegesituation einsetzen. „Eine tolle Aktion, die eindringlich zeigt, dass das Thema Pflege uns alle betrifft,“ betont Schütze. Damit aus der Unterschriftenaktion eine wirksame Petition wird, soll in Kürze eine Onlinepetition gestartet werden. „Jeder, auch die, die bisher noch nicht unterzeichnet haben, können sich dann an der Onlinepetition beteiligen und ein Zeichen für menschenwürdige Zustände für Pflegebedürftige und Pflegepersonal setzen,“ so Schütze, die dem Petitionsausschuss des niedersächsischen Landtags angehört. Sie kritisiert insbesondere die fehlende Refinanzierung durch die Kassen: „Gerade auf dem Land, wo lange Anfahrtswege häufig sind, drohen ambulante Pflegeleistungen wegzufallen, weil die Fahrtkosten nicht auskömmlich von den Kassen refinanziert werden.“

Den Vorstoß von Hubertus Heil, der eine flächendeckende Entlohnung nach Tarif im gesamten Bundesgebiet durchsetzen will, begrüßt Annette Schütze ausdrücklich. „Gerechte Löhne sind ein wichtiger Aspekt, um Pflegeberufe attraktiver zu machen. Es ist jedoch wichtig, dass die finanzielle Last nicht allein auf Betroffene und ihre Angehörigen abgewälzt wird,“ gibt sie zu bedenken.

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