Neues Motto für den CSD in Köln

Viele haben es sicher mitbekommen: die Veranstalter des Christopher-Street-Days (CSD) in Köln haben – nach Protesten aus Teilen der LGBTQIA-Community – ihr Moto geändert. Dieses Vorgehen hat wiederum im gesamten Bundesgebiet für Aufregung gesorgt. RegionalHeute hat auch bei mir nachgefragt wie ich dazu stehe. Lest hier mein Statement zu dem Vorfall:

„Die Änderung des ursprünglichen CSD-Mottos „Einigkeit, Recht und Freiheit“ auf „Für Menschenrechte“ empfinde ich als verpasste Chance. Die Kritik daran zeigt vor allem, dass zumindest in Teilen der Gesellschaft nationalstaatliche Symbole wie Hymne und Flagge nicht (mehr) als das begriffen werden, als was sie in der Weimarer Republik einmal verstanden wurden – nämlich als stolzes Bekenntnis zur Demokratie – sondern als nationalistisch-patriotische Chiffren. Damit überlässt man sie jedoch genau denen, die versuchen, sie in einem ausgrenzenden, ja völkischen Sinne umzudeuten. Genau deshalb hatten die Veranstalter das ursprüngliche Motto gewählt, um diesen Versuchen entgegenzuwirken.
Aber auch wenn ich persönlich glaube, dass mit dem Wechsel des Mottos eine Chance vertan wurde, respektiere ich die Entscheidung der Community. Es ist auch unsere Aufgabe als PolitikerInnen herauszufinden, wie es gelingen kann, dass Menschen aus unterschiedlichsten Kontexten sich hinter unseren Werten des Grundgesetzes versammeln und sie mit positiven Assoziationen aufladen können.“

Weitere Statements findet ihr bei regionalHeute

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