Braunschweig wird Modellkommune für „Präventive Hausbesuche“ – Schütze: „Selbstständigkeit im Alter wird gestärkt“

Laut einer Pressemitteilung des Sozialministeriums wurde Braunschweig als eine von drei Modellkommunen für die Projektförderung „Präventive Hausbesuche“ ausgewählt. Ziel ist es, die Stadt bei der Entwicklung von lokalen Projekten zu unterstützen, die es Menschen ab 80 ermöglichen, länger selbstbestimmt zu leben. Bis 2023 stehen dafür jährlich bis zu einer halben Million Euro bereit.

Annette Schütze, Landtagsabgeordnete und Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, Soziales und Gleichstellung, begrüßt die Förderung: „Viele ältere Menschen wollen möglichst lange unabhängig von fremder Hilfe leben. Die eigenen vier Wände aufgeben zu müssen ist für die meisten von ihnen eine erschreckende Vorstellung. Präventive Angebote sollen die Eigenständigkeit lange erhalten. Je früher die individuellen Bedürfnisse erkannt werden, desto besser können passgenaue Unterstützungsangebote gemacht werden. Die Spannweite der Angebote ist dabei sehr groß: von Unterstützung bei Einkäufen bis zur barrierefreien Ausgestaltung des Wohnraums oder Begleitung zu Terminen ist vieles vorstellbar. Es freut mich sehr, dass Braunschweig aus den 17 eingegangenen Bewerbungen ausgewählt wurde. Die Projekte die hier vor Ort entwickelt werden, können ein Modell für ganz Niedersachsen sein.“

Schütze, die auch Sozialausschussvorsitzende der Stadt Braunschweig ist, fährt fort: „In Braunschweig wollen wir dem selbstständigen Leben im Alter eine hohe Priorität einräumen. Zur Zeit wird der Altenhilfeplan der Stadt evaluiert und fortgeschrieben. Dabei wird ein Schwerpunkt auf Selbstbestimmtheit und Teilhabe gelegt. Es gibt in unserer Stadt viele verschiedene Institutionen und Projekte, die sich dieser wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe verschrieben haben. Dazu gehört unter anderem die Alerds-Stiftung, deren Ansatz unter anderem in der Unterstützung pflegender Angehöriger liegt. Auch Konzepte wie das Mehrgenerationenhaus sind in Braunschweig fest verankert und sorgen dafür, dass Teilhabe bis ins hohe Alter hinein möglich ist.“

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