Ein Besuch in Köchingen: Wie geht es mit der Ortsdurchfahrt weiter?

Als ich zum Bürgergespräch in Köchingen eintraf, wurde ich herzlich von den Bewohner*innen begrüßt. Währenddessen donnerten die LKWs am Dorfgemeinschaftshaus vorbei. Mir wurde gleich klar: Hier muss etwas passieren! Die Bewohner klagen schon lange über eine hohe Lärmbelastung auf der Straße mitten durch ihr Dorf. Zudem fehlt ein Radweg, der eine klare Trennung zwischen Fußgängern, Radfahrern und PKW/LKW sichtbar macht. Vor allem die Anwohner der Hauptstraße wünschen sich eine Lösung, um Konflikte zwischen den Verkehrsteilnehmern und Grundstücksbesitzern zu vermeiden.

Wie so häufig in der Politik (und im Leben) gilt es auch hier, die „andere Seite der Medaille“ zu betrachten um möglichst alle Interessen zu berücksichtigen. Der wirtschaftliche Aufschwung bedeutet mehr Jobs für unsere Region. VW und seine großen Zulieferer prägen die Arbeitswelt im Braunschweiger Land. Auch andere große Firmen, deren Speditionen und Subunternehmen sorgen für viele Arbeitsplätze. Zuletzt kündigte Amazon an ein neues Versandzentrum in Lengede aufzubauen. Wie so häufig ziehen solche Entwicklungen auch (nachteilige) Konsequenzen nach sich. In Köchingen führt es leider dazu, dass sich der Verkehr durch den Ort erheblich erhöht hat und damit die Lärmbelästigung für die Anwohner zugenommen hat. Außerdem steigt durch den Verkehr auch das Gefahrenpotential für alle im Ort.

Als Landtagsabgeordnete bin ich Ansprechpartnerin und Vermittlerin, wenn sich die Bürgerinnen und Bürger eine Änderung der Situation wünschen. Darum ging es auch dem Heimatpfleger des Ortes: „Wir wollen gehört werden! Wir wollen, dass unser Dorf wieder ruhiger und damit lebenswert wird!“ Das kann ich gut verstehen. Denn seit geraumer Zeit streben die Köchinger eine Beruhigung der Verkehrssituation an. „Die vielen Arbeitnehmer*innen und die LKWs ihrer Arbeitgeber*innen nehmen die Route durchs Dorf. Ein hoher Lärmpegel und stressige Verkehrssituationen für alle Verkehrsteilnehmende sind die Folge“, berichteten sie.

Die Bürgerinnen und Bürger waren sehr gut vorbereitet. Mit konkreten Vorschlägen und Fotos trugen sie ihr Anliegen vor, sodass ich mir gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Oliver Schatta ein gutes Bild von der Lage vor Ort machen und weitere Schritte besprechen konnten.

Als Abgeordnete bin ich für meine Region verantwortlich. Das heißt auch den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen. Zuhören, welche Anliegen es vor Ort gibt und mich für ihre Interessen einzusetzen. Denn am Ende ist Politik da, um unser Zusammenleben zu gestalten.

Ein erstes Ergebnis gibt es nun schon: Im Ortsrat wurde ein Antrag an die Gemeinde Vechelde gestellt, ob eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h für LKW ab 7,5 t und die Einrichtung eines innerörtlichen Fahrradstreifens an der L475 zur Verkehrsberuhigung möglich ist. Nun warten wir auf eine Antwort der Gemeinde, wie es weiter gehen kann. Ich bleibe dran, versprochen!

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